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Der Barolo, wie wir ihn heute kennen, entstand unter dem Einfluss eines französischen Önologen aufgrund der Anregung der Marquise von Barolo. So wurde ein neuer Weintypus kreiert, der schnell Gefallen bei den italienischen Herrscherhäusern fand; daher auch die Bezeichnung "Wein der Könige". Der Rotwein wurde zunächst von den königlichen Familien, dann bis Mitte des 20. Jahrhunderts, durch Handelshäuser vermarktet. Erzeugerabfüllungen gibt es erst seit den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts.
Die Qualitätsstufe DOC hat der Wein seit 1966 und Italiens höchste Qualitätsstufe, DOCG, seit 1980.
Charakter
Der Wein ist aus der Nebbiolo-Traube gekeltert und verfügt über die für diese Weine typische granatrote Farbe. Es handelt sich nicht um einen Cuvée, sondern um einen sortenrein hergestellten Rotwein. Die Vergärung erfolgt in Eichenfässern, wobei zwischen 17 und 24 Tage lang Schalenkontakt besteht. Dies führt zu einem hohen Tanningehalt, aber auch zu intensiven Fruchtaromen. Aufgrund des Tanningehalts verlangt der Barolo eine lange Alterung; früher waren dies bis zu 20 Jahre. Seit der Schalenkontakt auf bis zu 17 Tage verkürzt wurde, kann nun auch schon nach fünf bis sechs Jahren Lagerzeit die Trinkreife erreicht werden.
Wissenswertes
Die Produktion ist begrenzt auf 80 Doppelzentner Trauben pro Hektar Anbaufläche. So soll die Geschmacksintensität gewahrt werden. Ein Barolo kostet um die 16 Euro, wobei den Preisen nach oben keine Grenzen gesetzt sind. Die Jahrgänge 1983, 1989, 1997, 1998 und 2000 gelten qualitativ als besonders hochwertig und kosten dementsprechend mehr.
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