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Sechs Jahre später wurde die EG-Öko-Verordnung 2091/91 mit ihren EU-einheitlichen Vorschriften für Biowein herausgegeben.
Der Winzer
Entscheidet sich ein Winzer für den Anbau von Ökowein, tut er dies aus Ehrfurcht vor Mensch und Natur und aus Liebe zu einzigartigen Weinen. Wer Biowein anbaut, leistet damit einen aktiven Beitrag zum Naturschutz. Und der beginnt bereits bei der Bearbeitung des Bodens. Natürliche Nährstoffe werden durch Gründüngung und mit Kompost zugeführt und statt exzessiver chemischer Düngung wird fachkundige Pflanzenpflege angewendet und Nützlinge werden gezielt eingesetzt. So werden die Reben auf umweltfreundliche Weise unempfindlicher gegen Krankheiten und Schädlinge.
Die Reben
Die Trauben für Ökowein stammen von hochwertigen, robusten Rebsorten. Dennoch wäre auch bei Bioweinen ein völliger Verzicht auf Pflanzenschutzmittel ein sehr riskantes Unterfangen. So verwendet man zum Schutz der Pflanzen auch Netzschwefel und Kupferpräparate. Es versteht sich von selbst, dass genmanipulierte Pflanzen für die Erzeugung von Bioweinen - sei es als Rebe, sei es „nur“ als Begrünungspflanzen, nicht infrage kommen. Verstärkt werden neue Rebenzüchtungen mit größeren natürlichen Resistenzen angepflanzt, so etwa Phoenix, Regent und Saphira.
Die Anbaugebiete
Zahlreiche berühmte Weinanbaugebiete warten bereits mit einem breit gefächerten Angebot an hervorragenden Ökoweinen auf: Rheinhessen mit Riesling, Kerner, Dornfelder und Weißem Burgunder, die Pfalz mit ihren Landweinen und das Languedoc mit Chardonnay und Cabernet Sauvignon. Unter den Bioweinen findet der Kenner auch Grünen Veltliner vom Neusiedlersee, spanische Weine aus den Anbaugebieten Valdepenas und La Mancha, italienischen Pinot Grigio aus der Latisana und Chianti aus Arezzo.
Die Herstellung
Schwefeln ist auch bei der Produktion von Bioweinen notwendig, um die notwendige Hygiene zu gewährleisten und die Ökoweine zu konservieren und zu stabilisieren. Die ohnehin schon strengen EU-Richtlinien für die Grenzwerte beim zulässigen Schwefelgehalt werden in den Verordnungen für Bioweine sogar noch deutlich unterschritten. „So viel wie nötig und so wenig wie möglich“ lautet hier die Devise. Schließlich legt man bei der Herstellung von Ökowein größten Wert auf Qualität und Bekömmlichkeit.
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