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Chianti

Geschichte
Chianti steht für Lebensfreude, für mediterrane Kultur und Lebensart. Dieser Wein ist Menschen weltweit ein Begriff und ein jeder verbindet damit Italien und italienischen Rotwein. Er ist sozusagen der Inbegriff des italienischen Rotweins. In einem Drittel der Weinanbaugebiete der Toskana werden Reben für die Chiantiherstellung angebaut, wobei die Sangjovese-Trauben hauptsächlich zwischen Siena und Florenz angebaut werden. Heute gibt es etliche Weinstraßen zwischen diesen beiden Städten und auf Grund der Vielzahl von Winzern entstanden Weine mit unterschiedlichsten Geschmäckern. Für den Klassiker „Chianti Classico“ und den „Chianti Classico Riserva“ gelten dabei besondere Bestimmungen.

Chianti Rotwein


So muss der Riserva Wein zwei Jahre lang in Eichenfässern lagern und muss mindestens zu 80% aus Sagjovese-Trauben bestehen. Zusätzlich werden noch Canaiola- und Cabernet-Trauben dazugemischt um den Chianti zu erhalten, der damit also kein sortenreiner Wein ist, sondern ein Weinverschnitt, ein Cuvee. Die Beimischung von Weißweinen ist seit 2006 allerdings verboten, obwohl ältere Jahrgänge durchaus noch Weißwein enthalten.

Charakter
Die Farbe dieses Weinklassikers liegt bei jüngeren Weinen eher bei rubinrot, bei reiferen Weinen eher bei granatrot. Der Geschmack ist herrlich herb, würzig und harmonisch. Der Wein schmeckt trocken, ist aber gleichzeitig fruchtig mit satigem Abgang.

Wissenswertes
Markenzeichen des wunderbaren Rotweines sind die Korbflaschen mit dem schwarzen Hahn auf dem Etikett – das Symbol für diese Weinsorte, dessen Geschichte bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht. Um die territorialen Grenzen zwischen Siena und Florenz festzulegen, so erzählt man sich, musste beim ersten Hahnenschrei ein Ritter aus jedem Gebiet losreiten und dort wo sie aufeinander trafen, sollte die Grenze gesetzt werden. Die Siena besaßen einen weißen Hahn welchem sie so viel zu fressen gaben das er träge und faul wurde. Die Florentiner hingegen gaben ihrem schwarzen Hahn nur gerade so viel Futter das er nicht verhungerte. Am Tage der Entscheidung krähte der schwarze Hahn sehr früh am Morgen. Der Ritter machte sich umgehend auf den Weg und konnte so sehr weit in das Gebiet Siena hineinreiten bevor er auf den anderen Ritter traf. Denn der weiße Hahn hatte erst sehr spät gekräht, da er dick und müde war. So wurde der schwarze Hahn (italienisch: Gallo Nero) ein Symbol für die Qualität des Weines, den man auf den Etiketten vieler Weine wieder findet.