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Spätlese

Der Begriff
Die Bezeichnung „Spätlese“ wird bei Qualitätsweinen angegeben, wenn der Wein ein bestimmtes Mostgewicht hat, welches mindestens bei 85 Grad Öchsle liegt. Allerdings variiert das Mostgewicht auch zwischen den einzelnen Anbaugebieten und auch zwischen den einzelnen Rebsorten. Die Spätlese ist die zweite Stufe der Qualitätsweine mit Prädikat. Qualitativ über ihr liegt die „Auslese“, qualitativ unter Ihr liegt der „Kabinettwein“ (siehe Tabelle unten).

Spätlese


Die Geschichte
1775 wurde diese Bezeichnung eines Weines zum ersten Mal im Rheingau verwendet. Das Prädikat Spätlese bedarf aber mehrerer Kriterien, die erfüllt sein müssen, damit ein Wein in diese Qualitätsstufe einzuordnen ist. Seit 1971 gibt es in Deutschland genaue Auflagen, welche die Qualitätsweine erfüllen müssen. Wie der Name sagt, werden diese Trauben erst später gelesen, wobei der genaue Termin von der jeweiligen Weingemeinde bestimmt wird. Bei diesen Trauben können Sie sicher sein, dass ihr Mostgewicht mit über 85 Grad Öchsle liegt, was eine Voraussetzung für diese Weinsorte ist. Dadurch ist dieser Wein schon etwas süßer, denn eine Anreicherung mit Zucker ist nicht erlaubt. Es ist aber nicht unbedingt richtig, dass dieser Wein immer süß ist. Er kann auch als trockener Wein eingeordnet werden, was dann aber auf dem Etikett steht. Sollte der Hinweis „trocken“ fehlen, dann können Sie von einem „süßeren“ Wein ausgehen.
Sollten Sie sich also einen Wein kaufen wollen, ist die Spätlese durchaus eine Kostprobe wert. Sie werden Ihre Entscheidung nicht bereuen. Und auch unter den Spätlesen gibt es Unterschiede, die von Weinberg zu Weinberg variieren und sich genauso im Geschmack niederschlagen wie die anderen Kriterien, wie Klima, Erntezeitpunkt, usw…