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Auch in der Gegenwart kann an diese beeindruckende Geschichte angeknüpft werden.
Heute stellen die vorwiegend in Kleinflächenbetrieben tätigen Winzer in Österreich Wein her, der über höchstes Ansehen in der internationalen Szene verfügt. Immerhin etwa zehn Prozent des Aufkommens sind für den Export bestimmt, während der Löwenanteil im Lande selbst genossen wird. Pro Person und Jahr werden in der Alpenrepublik etwa 35 Liter Wein verbraucht. Die früher vorherrschenden Tafelweine sind immer mehr den Qualitäts- und Prädikatsweinen gewichen. Seit 2003 gibt es auch gebietsspezifische Qualitätsweine, die so genannten DAC-Weine.
Wein
Die Reben sind zu fast drei Vierteln mit weißen Sorten, darunter Grünem Veltliner, Welschriesling, Müller Thurgau, Traminer und Weißer Burgunder, bestockt. Unter den Rotweinreben dominieren Blauer Zweigelt, Blaufränkisch, Blauer Portugieser und Blauer Wildbacher. Circa 30.000 Betriebe stellen auf einer Gesamtrebfläche von ca. 48.000 ha insgesamt 2,5 Mio Hektoliter Wein her. Man unterteilt Österreich, das im Jahre 1985 das wohl strengste Weingesetz Europas erlassen hat, in vier Weinbauregionen, neben Wien sind dies das „Weinland Österreich“, Steirerland und Bergland, die sich wiederum in 19 Weinbaugebiete gliedern. Größtes Anbaugebiet ist das zur Region Weinland Österreich gehörende Weinviertel mit etwa 16.000 ha Rebfläche. Fast jede Gemeinde kann dort mit Weinanbau aufwarten. In der Wachau, zur gleichen Region gehörend, wird die Rebe auf Terrassen an steilen Hängen entlang der Donau angebaut. Dort ist der Grüne Veltliner zu Hause. Charakteristisch ist die Vielfalt der Sorten und Ausdrucksformen. Neben prickelndem Schaumwein, leichten bis körperreichen Weißweinen, rassig-fruchtbetonten Rose´s werden elegante, vielschichtige und gehaltvolle Rotweine vinifiziert. Auch edelsüße Tropfen, die sich einer wachsenden Beliebtheit erfreuen, sind im Sortiment enthalten.
Wissenswertes
Die österreichische Weinterminologie kennt teilweise andere Bezeichnungen als das Deutsche. So wird ein Jungwein als „Heuriger“ bezeichnet, da das Wort „heuer“ für „dieses Jahr“ steht, bezeichnet „Heuriger“ also den „diesjährigen“ Wein. Ein Winzer heißt „Weinhauer“ und „Heuriger“ wird im „Buschenschank“ (deutsch: Gastwirtschaft) ausgeschenkt, wobei die „Buschenschank“ selbst auch als „Heuriger“ bezeichnet wird. Lassen Sie sich davon aber nicht abschrecken, ein Besuch bei unserem südlichen Nachbarn lohnt immer und ist mit Blick auf die unterschiedlichsten Weine sehr interessant.
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